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Archiv der Kategorie ‘Veranstaltungen‘

Virtualität und Wirklichkeit – eine philosophische Betrachtung

Dienstag, den 6. April 2010

Vortrag von Prof. Dr. Frank Hartmann

Der Vortrag stammt aus dem Mediensymposion “Leben im Schwarm –Wie das Internet uns verändert” vom 15. März 2010.

Zitat aus dem folgenden Vortrag, (auch) als Antwort auf das “Klagelied” in Frank Schirrmachers Buch: Payback:

In der neuen Ontologie des elektronischen Zeitalters ist die Ordnung der Dinge in den Hintergrund und die Ordnung der Zeichen in den Vordergrund gerückt. Wir würden gut daran tun, eine neue Erkenntnistheorie zu entwickeln, die berücksichtigt, dass wir von der alten platonischen Anmassung befreit sind, welche die Kritik allen Scheins und dessen Rückführung auf ein wahres Sein verlangt.

Kulturpessimismus

Die zunehmende Entwicklung des Denkvermögens wäre ohne Auslagerung repetitiver geistiger Fähigkeiten, von der schon die neuzeitlichen Konstrukteure der Rechenmaschinen geträumt haben, gar nicht möglich (gewesen). Serres spottet über die „neuen und alten Klageweiber“, die mit der Medienentwicklung den Verlust der Mündlichkeit, des Gedächtnisses oder der begrifflichen Fähigkeiten beklagt haben und auch heute wieder beklagen: Sokrates, der die Schrift verteufelt, Sorbonne-Gelehrte, die ihr Latein nicht aufgeben wollen, heutige Professoren, die das Internet als Kulturverlust empfinden (was es ironischer- weise ja auch ist).

Aus: Frank Hartmann: Wissensgesellschaft und Medien des Wissens [PDF]

Moodlemoot 2009, 18.03. – 20.03.2009, Universität Bamberg

Mittwoch, den 25. Februar 2009

Die Konferenz richtet sich an Neulinge, Fortgeschrittene und erfahrene AnwenderInnen aus den Bereichen Hochschule, Schule und Unternehmen und möchte den Einsatz von Moodle aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln betrachten. Die diesjährige deutsche Moodle-Konferenz steht vor allem unter dem Motto “Austausch”. Alle Interessierten sind eingeladen, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen, Ideen zu diskutieren und neue Inspirationen für die Arbeit mit Moodle zu finden.

Als besonderes Highlight ist Martin Dougiamas, der Begründer von Moodle, ebenfalls in Bamberg vor Ort. Er wird die Hauptkonferenz am Donnerstag, 19. März, im Audimax des Gebäudes Feldkirchenstraße 21 eröffnen.

Die TeilnehmerInnen von Moodlemoot 2009 erwartet ein umfangreiches Programm mit über 80 Vorträgen zu allen Gebieten der Arbeit mit und um Moodle. Für besonders Interessierte werden bereits ab dem 17. März 2009 sieben Intensiv-Workshops angeboten, die sich weiterführend mit einzelnen Aspekten von Moodle auseinander setzen.

Quelle: e-teaching.org

Und hier die Inhalte meines Workshops vom Do, 19.03.2009, 11:45 Uhr, RZ 0.04

Elemente lösungsorientierter Online-Didaktik
mit Moodle und Web 2.0-Tools

Unterwegseinsichten aus systemisch-konstruktivistischer Sicht

Wie kann ein Online-Setting gestaltet werden, wenn man mit Heinz VON FOERSTER einig geht, dass sich Wissen nicht vermitteln lässt? Was gilt es als Lehrperson bzw. Online-Coach los- und wegzulassen und was bleibt zu gestalten, wenn “Wissen und Kompetenzen von einem Menschen selbst generiert werden, und es im wesentlichen darauf ankommt, die Umstände herzustellen, in denen diese Prozesse der Generierung und Kreation möglich werden”?

Wenn wir davon ausgehen, dass die TeilnehmerInnen am besten wissen, was und wie sie am besten lernen, dann geht es darum, sich als Lern- bzw. E-Coach in der Haltung des Nichtwissens zu üben. Übertragen auf die LehrerInnenrolle ist es sicherlich alleine mit dem Weglassen von Inputs nicht getan. Wesentlich anspruchsvoller ist die Frage, was wir stattdessen tun können, um den Teilnehmenden einen hilfreichen (Online-) Raum für handelndes Entdecken zu bieten.

Nach einer Idee von Peter Szabó und Katalin Hankovszky und adaptiert auf den Online-Kontext.
Aus dem Original:  Lösungsorientierte Didaktik

Zu diesem Workshop entsteht ein öffentlich zugänglicher Moodle-Kurs, der permanent aktualisiert wird.


Studientage PH Bern

Donnerstag, den 11. Dezember 2008

Lernen und Lehren mit Neuen Medien – Hilfe oder Hindernis?

21.-22. Januar 2009

Die Neuen Medien bzw. der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) sind in den letzten zehn Jahren in der Schule auf allen Stufen zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Neben Schreiben, Lesen und Rechnen stellt im 21. Jahrhundert der Umgang mit ICT so etwas wie eine vierte Kulturtechnik dar. ICT eröffnet der Schule, der Bildung neue Horizonte.

Ich werde zum Thema: “Fördern die Neuen Medien (automatisch) eine neue Lernkultur?” ebenfalls einen Beitrag beisteuern.

Diese und weitere Fragen werden in Plenarvorträgen, einer abschliessenden Podiumsdiskussion (u. a. auch mit Professor Dr. Michael Kerres) und in über 20 Ateliers und Sessionen diskutiert.

http://www.phbern.ch/hochschule/studientage-phbern/

moodlekonferenz 2008 vom 6. und 7. November 2008

Freitag, den 19. September 2008

Die moodlekonferenz2008.ch in Zug bietet Keynotes von Top-Referenten aus Wirtschaft und Wissenschaft und offene Workshops zum Neuen Lernen im Netz.  Zudem erwartet Sie eine Schiffsreise auf dem Zugersee und überraschende, magische Momente.

Referieren werden u.a. Prof. Dr. W. Sauter (Mitautor des Buches:Erpenbeck/Sauter: «Kompetenzentwicklung im Netz») zu Kompetenzkultur und Dr. H.-P. Korn zu lösungsfokussierter Evaluation.

Weitere aktuelle Themen werden direkt auf moodlekonferenz2008.ch entwickelt. Ein EduCampWiki ist auf der Moodlekonferenz-Site publiziert.

Wettbewerb, weitere Informationen und Anmeldung auf moodlekonferenz2008.ch

Wir freuen uns auf viele Anmeldungen und auf weite Aussichten in die Zukunft des Lernens…

Moodle-Konferenz in Heidelberg vom 11.-13. März 2008

Mittwoch, den 13. Februar 2008

Moodlekonferenz 2008

Treffen der AnwenderInnen der beliebten Online-Lernplattform im März 2008

Die Open-Source Lernplattform Moodle wird an den meisten deutschen Hochschulen und tausenden von weiteren Schulen im In- und Ausland, öffentlichen Verwaltungen und Unternehmen eingesetzt. Auch die ETH Zürich als eine der weltweit bedeutendsten Hochschulen hat kürzlich Moodle in ihr Portfolio aufgenommen und betreibt eine eigene Moodle-Portal-Seite.

Regelmäßige Konferenzen der AnwenderInnen bieten erfahrenen NutzerInnen und NeueinsteigerInnen eine gute Gelegenheit, sich einen Überblick zu verschaffen, ihre Kompetenzen zu vertiefen und Erfahrungen untereinander auszutauschen. Vom 11.-13. März 2008 findet an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg die dritte deutsche Moodle-Konferenz statt.

Bereits der öffentliche Call-for-Papers hat mit über 100 eingereichten Beiträgen alle Rekorde gesprengt. Nach der Veröffentlichung des Programms ist nun auch die Anmeldung zur Veranstaltung möglich.

Erstmals wird der Begründer der Moodle Entwicklung, Martin Dougiamas aus Perth (Australien), in Deutschland neueste Entwicklungen und Zusammenhänge darstellen. Er wird in Heidelberg einen Keynotevortrag halten und damit dem Anliegen der MoodleMoot 2008, aktuelle Entwicklungen rund um Pädagogik und Technik der Lernplattform vorzustellen, besonderen Nachdruck verleihen. Erfreulich ist das große nationale und internationale Angebot an vielversprechenden Beiträgen in Form von zwei Keynotes, acht Einführungs- und 60 Kurzvorträgen sowie 21 Workshops, die ein breites Spektrum der Arbeit mit Moodle abdecken.

Quelle:
Informationsdienst Wissenschaft e.V.
Universität Bayreuth
Pressestelle
95440 Bayreuth

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news242369

Es freut mich ganz besonders, dass ich als zweiter Keynote-Speaker auftreten und zusammen mit Martin Dougiamas jeweils die Moodle-Konferenztage “einläuten” kann. In meiner Keynote mit dem Titel: MoodleMythen, werde ich der Frage nachgehen, ob eine Lernplattform (wie z.B. Moodle) tatsächlich etwas zu einer neuen Lernkultur beiträgt oder ob es nur um die Perfektionierung und Modernisierung einer nach wie vor vorherrschenden Belehrungskultur geht.

Hier der Abstract (PDF) zu meiner Keynote:
Keynote Moodlekonferenz 2008, Heidelberg

Veranstaltungsort:
Pädagogische Hochschule Heidelberg

Kontakt:
Barbara Ruhnau
Institut für Weiterbildung
Keplerstr. 87
69120 Heidelberg
Tel.: +49 (0)6221-477 520
Fax: +49 (0)6221-477 437
E-Mail: moodlemoot@moodle.de

http://moodlemoot.de

http://www.ph-heidelberg.de

http://www10.ph-heidelberg.de/org/allgemein/mds.0.html
http://moodleschule.de/
http://www.moodle.de/

2 Veranstaltungen im November

Dienstag, den 30. Oktober 2007

Gleich auf 2 Veranstaltungen im November 07 möchte ich aufmerksam machen:

NLG-Event

21. November 2007, 09.00 – 12.00 Uhr
Au Premier, Raum Norma, Hauptbahnhof Zürich

Ralf Hilgenstock (moodle.de), Roman Spiess (Leiter Kompetenzzentrum eLearning bei MIGROS), Fredi Schneider (Acadia Consulting), Yvonne Amschwand (Gordon-Trainerin) und Max Woodtli (klick informatik metakommunikation / eLearn.ch) zeigen anhand von konkreten Umsetzungsbeispielen, wie man Moodle in diversen Unternehmenskontexten als nachhaltiges Wissensmanagement-Werkzeug einsetzen kann.

Weitere Infos inkl. Anmeldemöglichkeit unter: http://www.newlearning-group.ch/aktuell/index.htm

 

 

 

 

ifi

Am Institut für Informatik der Universität Zürich läuft im Moment die Ringvorlesung: “educational engineering” zum Thema: “Informatik macht Schule“.

 

Ich werde am 28.11.07 zum Thema: “Lösungs(er)schaffende Strategien in der Online-Lernprozessbegleitung” referieren.

Ein Abstract kann hier eingesehen werden.

Weitere Infos unter: http://www.ifi.uzh.ch/ee/teaching/hs07/ringvor

rebell.tv erhält den Migros-Kulturprozent Jubilee Award in der Kategorie “Wissensvermittlung”

Samstag, den 20. Oktober 2007

Letzte Woche haben wir Stefan Seydel von rebell.tv bei uns im BUA-IKT-Kurs an der PHTG für einen Input “geniessen dürfen” (siehe Blogeintrag vom 14. Oktober 07). Ich freue ich mich nun ganz besonders, dass die Qualität seiner Arbeit nun offenbar auch von weiteren (externen) Stellen und sogar mit einem Preis gewürdigt wird.

Stefan Seydel

Gemäss Pressemitteilung vom 18.10.2007 vergibt das Migros-Kulturprozent anlässlich des 50. Geburtstages den Jubilee Award in der Kategorie “Wissensvermittlung” an rebell.tv: “Die Awards prämieren herausragende Leistungen in 10 Kategorien und sind mit je 20’000 Franken dotiert. Überreicht wurden die Preise am Donnerstagabend, 18. Oktober, im Migros Museum für Gegenwartskunst in Zürich.”

Hier ein paar Passagen aus dem Begründungstext der Jury, die mir besonders gefallen und auch meinen Eindruck bestätigt haben:

Stefan M. Seydel demonstriert einen professionellen, aber gleichzeitig höchst kreativen Umgang mit dem neuen Medium Web 2.0.

rebell.tv ist auf eine sympathische Art subversiv, ohne jedoch im Geringsten destruktiv zu wirken.

rebell.tv ist zeitgemässe und zeitgenössische Wissensvermittlung mit niederschwelligem Zugang, innovativ, unterhaltsam und avantgardistisch.

Als Friedrich Dürrenmatt 1969 den «Grossen Literaturpreis des Kantons Bern» in Empfang nehmen sollte, kam es zum Eclat: «Die Preise kommen eben dann, wenn man sie nicht mehr braucht», sagte der grosse Meister.

Hoffen wir, dass der Preis für rebell.tv diesmal nicht zu spät kommt und dazu beiträgt, dass wir noch lange vom “originellsten Schweizer Medien Dissidenten” (NZZ) eben nicht berieselt, sondern inspiriert werden durch pointierte, radikal subjektive, originelle und kreative Beiträge aus dem “German Speaking Part of Europe“.

Mehr dazu im Blogbeitrag oder im entsprechenden Videobeitrag von rebell.tv.

“Gehet hin in Unruhe…” ;-)

E-Learning Forum 2007 an der UN ZH, Thema: E-Coaching

Freitag, den 18. Mai 2007

 

Das E-Learning Center der Universität Zürich lädt Dozierende, Projektbeteiligte und Interessierte der Universität Zürich und ETH Zürich zum E-Learning FORUM ein. Das FORUM greift Themen auf, die im Zusammenhang mit E-Learning Entwicklungen und deren Einsatz in der Lehre relevant sind.

Am 12. Juni 2007 werde ich zum Thema:

E-Coaching, lösungs(er)schaffende Strategien in der Online-Begleitung einen Beitrag leisten:

Dienstag 12:15 – 13:45 (14-täglich)
Universität Zürich, KOL H-317

Das NET (Network for Educational Technology) veröffentlicht jeden Monat einen E-Learning-Podcast, wo auch jeweils die Inhalte des E-Learning-Forums kurz vorgestellt werden. Reinhören lohnt sich.

Der Inhalt der Veranstaltung vom 12. Juni kann auch hier direkt angehört werden:

Programm der Moodlekonferenz 2007 – mein Beitrag

Freitag, den 2. März 2007

moodle 07

Michael Kerres schreibt soeben in seinem Blog, dass das Programm der moodlekonferenz 2007 vom 28. und 29. März 2007 in Dusiburg ab sofort online ist!

Von den 70 Einreichungen wurden die Beiträge ausgewählt, die die besten Bewertungen erhielten. In drei parallelen Tracks werden E-Learning Expert/innen aus Schulen, Hochschulen und Wirtschaft / Erwachsenenbildung über innovative Lehr-Lernszenarien auf der Basis der open source Lernplattform moodle sprechen. In den deutsch- und englischsprachigen Präsentationen und Workshops werden neue Entwicklungen vorgestellt und Foren für den Austausch geboten. Bereits angemeldet sind über 200 Personen aus ganz Europa.Die E-University Duisburg-Essen freut sich darauf, die moodle community zu dieser wissenschaftlichen Tagung am Campus Duisburg begrüssen zu dürfen.

Ich freue mich sehr, an dieser Veranstaltung mitwirken zu können und werde mich in meiner Keynote, die unter dem Obertitel: “Moodle und Lernarchitekturen der Zukunft” läuft, vor allem um die “Lernarchitekturen” in unseren Köpfen kümmern bzw. mich auf die professionelle Lernbegleitung im Online-Kontext konzentrieren. Denn im Zuge der Diskussion um die Veränderung der Schulen und Hochschulen von der Belehrungs- zur Lernkultur (vgl. Neumann/Osterloh 2002) und den didaktischen Konsequenzen taucht je länger desto mehr die Forderung auf, dass Lehrende auch Coachingfunktionen übernehmen müssten, um selbstorganisiertes Lernen erfolgreich gestalten und begleiten zu können.

Dies gilt insbesondere auch für den Online-Kontext. Denn trotz grossem Interesse an E-Learning und den Vorteilen, die E-Learning bietet, bleiben virtuelle Klassenzimmer (und sogar auch Moodle-Räume ;-) ) leider immer noch viel zu oft leer. Nach wie vor ist der grösste Hemmschuh, E-Learning-Angebote zu nutzen, die mangelnde Betreuung der Lernenden bzw. die mangelnde Kompetenz der LernbegleiterInnen, Lernprozesse effektiv und professionell begleiten und unterstützen zu können. Das ist bereits im Präsenzunterricht eine Herausforderung und ist es in den Online-Phasen erst recht.

Doch, was heisst professionelle Betreuung und wie kann man (Online-)Betreuung (online) lernen?

Zur ersten Frage: Was heisst professionelle Betreuung?

Es gibt mittlerweile viele Fachbücher und Websites, die klassische Tipps und Orientierungshilfen bieten, wie Lernende (online) betreut werden sollen. Das Problem dabei ist, dass die eigentliche Prozessbegleitung entweder gar nicht erwähnt wird und wenn sie erwähnt wird, das Thema beispielsweise mit Verhaltens-Checklisten abgehandelt wird, wo z.B. steht: “Machen Sie dies, schreiben Sie so, machen Sie dies nicht usw.” Es fehlt oft ein klares Modell, aufgrund dessen Interaktionsmuster, Haltungen und Einstellungen gegenüber dem Lernen und den Lernenden systematisch trainiert werden können.

Ein mögliches Modell, das sich auch für den Online-Kontext sehr gut eignet, ist der ressource- und lösungsorientierte Ansatz. Dieser geht im Gegensatz zu klassischen Ratgebern einen völlig anderen Weg: Nicht Probleme und Defizite, sondern Stärken, Entwicklungspotential, Chancen und Möglichkeiten der Lernenden stehen im Mittelpunkt. Grundlage dieses Ansatzes sind die Philosophie und die Strategien der lösungsorientierten Kurzzeitberatung, wie sie seit über 30 Jahren in Milwaukee/USA von Insoo Kim Berg und Steve de Shazer entwickelt wurden.

Zur zweiten Frage: Wie kann man (Online-)Betreuung (online) lernen?

Viele Lehrpersonen sind sich gewohnt, dass Lernziele durch Einüben, Pauken, Auswendiglernen oder Exerzieren erreicht werden können. Bei der (Online-)Betreuung geht es aber nicht in erster Linie um das Aneignen von Theorien und das Trainieren von Techniken und Methoden, sondern viel mehr um den Aufbau von Haltungen wie Empathie, Intuition, geistige Flexibilität usw. Also weg vomSo-wird’s-gemacht-Curriculum” hin zur Flexibilität der Selbstkonstruktionen des Lerncoaches. Weg von der Machbarkeit hin zur Entwicklungsorientierung. Weg von der wissenschaftlich längst nicht mehr haltbaren Objektivierbarkeit und Operationalisierbarkeit hin zu einem begleitenden Lehren durch Konversation, zu einem sich entfaltenden Lernen durch Experiment und Erfahrung (vgl. Siegfried Essen, 1997). Lernziele, die ein solches Erfahrungslernen verlangen, ein paradoxes absichtsloses Sich-Selbst-Infragestellen, ist sich der moderne Bildungsbetrieb nicht gewohnt.

In den Lerncoaching- und E-Coaching-Ausbildungen versuchen wir aber genau das zu ermöglichen. In meiner Keynote werde ich aufzeigen, inwiefern gerade der Online-Kontext für das Trainieren von solchen Haltungsänderungen von Vorteil sein kann und wie wir Moodle (und weitere Applikationen) als unterstützendes Coaching-Tool einsetzen.