Category archive: Medien(philosophisches)

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Beobachter-Interview: Das Ende der Uni?

Der Beobachter hat in der aktuellen Ausgabe 7/15 das Thema: Bildung im Internetzeitalter als Titelgeschichte gesetzt.

Das Ende der Uni?Unter anderem wird auch Anja C. Wagner, Bildungsexpertin aus Berlin und ununi.tv-Mitbegründerin und Sarah Springman, Rektorin ETH Zürich zitiert. Ich hatte die Gelegenheit, ein Interview zu geben. Das ganze Interview kann hier online gelesen werden.

Wer sich noch eingehender mit dem Thema: “Bildung und digitale Medien”  befassen möchte, dem oder der sei mein Beitrag:”Lernstrategien und digitale Medien” im Buch:  Lernstrategien fördern | Modelle und Praxisszenarien empfohlen, das in Kürze im Beltz-Verlag erscheinen wird.:

 

Hier schon mal das Résumé meines Artikels: Lernstrategien_und__digitale_Medien_Beltz_2015

In diesem Beitrag setze ich mich mit der nach wie vor vorherrschenden Sicht: – digitale Medien als reine Tools zur Optimierung der herrschenden Belehrungskultur zu betrachten – kritisch auseinander.

Angeregt durch mein Neuseeland-Sabbatical im Herbst 2014 und dem Buch: Gilbert, J. (2005): Catching the Knowledge Wave: the Knowledge Society and the Future of Education, das für das New Zealand Curriculum und für viele innovative Neuseeland-Schulen (wie z.B. die Stonefields School in Auckland) die theoretische Basis bildet, gehe ich  der Frage nach, was Wissen, Bildung, Lernen und Lernstrategien im 21. Jahrhundert bedeuten könnten. Wie verändern digitale Medien den Wissens- und Bildungsbegriff? Geschichtlich gesehen hat das vorherrschende Leitmedium (wie z.B. das Buch) schon immer die Art und Weise was wir uns unter Wissen oder Bildung vorstellen, geprägt. Ich stelle auch die – u.a. auch in diesem Buch – unhinterfragten Vorstellungen  in Frage, Lernstrategien, Bildung und Wissen seien etwas Statisches und könnten generalisiert werden. Wenn die Begriffe Wissen, Bildung, Lernen und somit auch Lernstrategien einander bedingen, untrennbar miteinander verbunden sind und je nach (historischem) Kontext auch etwas anderes bedeuten, so müssen auch Lernstrategien als etwas Dynamisches betrachtet werden. Die erste Frage müsste dann eigentlich immer lauten: Welches Lernen und welche Bildung wollen wir mit welchen (digitalen) Lernstrategien unterstützen? Aber auch die Frage muss erlaubt sein: Welche überkommenen Lernstrategien, die vielleicht im Industriezeitalter durchaus Sinn gemacht haben, können wir getrost über Bord werfen?

Clay Shirky – Teaching and Learning with Technology

We have come through a phase where we’ve said let’s take the university and add some internet. That will go great, and what we have discovered is some things go great, but a lot of stuff doesn’t fit.

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