Moodlemoot 2010, Berlin – mein Beitrag
Moodle und der Adlerblick für das Unwesentliche
Mit Moodle und Social Software auf den Spuren des Dialogs
Im Umgang mit einer immer komplexer werdenden Welt, die durch das Internet und die damit zusammenhängende Vernetzung von Tag zu Tag noch dichter vernetzt wird, führt ein rein lineares, auf fixes, statisches Wissen beruhendes Denken früher oder später in die Sackgasse. Kompetenzen wie Umgang mit Netzwerken, Mustern, Chaos, Unordnung, Unschärfe, Ungewissheit, Unplanbarkeit werden je länger desto mehr gefragt sein.
Leider finden diese Veränderungen und die neuen Arten von Wissen, Lernen und Denken in den meisten Bildungseinrichtungen im Moment noch kaum Beachtung.
Zwar wird das, was sein könnte, in vielversprechenden Formeln wie „E-Learning“ und vielleicht noch in ein paar Web 2.0-Buzzwords verpackt. In der Praxis jedoch plustern sich nach wie vor nicht alle, aber viele Lehrende als disziplinierende PädagogInnen auf, egal ob mit oder ohne neuen Medien. Sie müssten eine neue Rolle als ManagerInnen in Prozessen lernen, die sie selbst aber meist noch gar nicht verstehen,
schreibt z.B. der Medienexperte Frank Hartmann (2008).
Dabei könnten alle diese Herausforderungen Anlass sein, beispielsweise mit den reformpädagogischen Bildungsidealen wie Mündigkeit, Kritikfähigkeit, Selbstbestimmungsfähigkeit, Solidarisierungs- und Dialogfähigkeit endlich Ernst zu machen. Die bisherige Funktion von Schule aufzuheben und somit erkenntniserweiternd im wahrsten Sinne zu wirken.
In diesem Workshop wollen wir anhand von Good-Practice-Beispielen (PH TG und eLearn.ch) erkunden, wie wir die neuen Medien (konkret also Moodle und Web 2.0-Tools) nutzen, unsere alten Denkmuster zu verlassen, um dann in einem weiteren Schritt Kreativität, laterales Denken (de Bono), forschendes, dialogisches und gestaltendes Lernen entwickeln zu können.
Freitag, 26.03.2010, 11:30-12:55, Track 1 | Hörsaal 0’307