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Monatsarchiv für Februar 2011

Generation iPhone

Montag, den 14. Februar 2011

Handy war gestern, heute braucht man ein Smartphone, das heißt ein mobiles Telefon, das Informationen übers Internet abruft, mit dem man seine Mails empfängt, sich bei Facebook einloggt, über Apps seine Termine im Griff hat, Preise in Geschäften vergleicht etc. Der Datenverkehr über solche Smartphones soll in den nächsten fünf Jahren auf das 40-fache anwachsen.

Doch wie verändert das den Alltag heute schon? Was ändert sich zum Beispiel für Schüler, wenn sie, wie jetzt in der Schweiz in einem Modellprojekt, Schulbücher gegen Smartphones tauschen? Wie verändern sich die Umgangsformen, wenn das Smartphone sich in alle sozialen Kontakte drängt? Verkümmern die direkten Kontakte, da die Internetkontakte immer mehr Zeit und Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen? Oder ergeben sich im Gegenteil ganz neue direkte Begegnungen, die ohne die Vernetzung durch das Internet nie zustande kommen würden, wie das jetzt ein Niederländer seiner Königin auf einer Wallfahrt nach Santiago de Compostela beweisen will.

Quelle: http://videos.arte.tv/de/videos/yourope-3696058.html

Der iPhone-Versuch hat sich gelohnt

Sonntag, den 13. Februar 2011

Neue Luzerner Zeitung Online, 13. Februar 2011, 05:00

Der iPhone-Versuch hat sich gelohnt

iPhone Schule Zoom

«Am Anfang wollten die Schüler alles mit dem iPhone machen.» Lehrer Neff und sein Schüler Jeremy Truttmann erzählen an der Fachtagung «One-to-One-Computing» an der Pädagogischen Hochschule Schwyz. (Bild: Andreas Oppliger/Neue SZ)

Die Schüler der Klasse 6c des Goldauer Lehrers Christian Neff sind seit eineinhalb Jahren im Rahmen eines wissenschaftlichen Pilotprojektes des Instituts für Medien und Schule (IMS) mit iPhones ausgestattet. Im Rahmen einer Fachtagung des IMS an der Pädagogischen Hochschule (PH) Schwyz zu diesem Thema, zieht Neff mit seinen Sechstklässlern nun eine erste Bilanz.

«Eigentlich funktioniert alles wie zuvor», sagt Neff. «Und auch das Lernen ist mit den iPhones nicht leichter geworden.» Aber offensichtlich effizienter, wie Beispiele aus dem Schulalltag der Projektklasse zeigt. «Mit einem Programm auf dem iPhone kann das Kopfrechnen sehr individuell trainiert werden.» Was dazu führte, dass Neffs Klasse deutlich besser bei Kopfrechnentests abschloss als andere. Kein Wunder: In den eineinhalb Jahren habe jedes Schulkind der Projektklasse im Schnitt 11’000 Kopfrechnungen auf seinem iPhone gelöst.
«In den eineinhalb Jahren haben die SchülerInnen einen sehr reifen Umgang mit dieser Technik entwickelt.» Und immer wieder habe das iPhone dazu geführt, dass bei den SchülerInnen ein gewisser Wissensdurst entfacht worden sei.  «Auf einem Ausflug gingen wir an einem Brunnen vorbei, der einer Persönlichkeit gewidmet war», erzählt Neff.  «Sogleich haben mehrere Schulkinder ihr iPhone hervorgenommen und im Internet nach Informationen zu dieser Person gesucht.» Die ständige Verfügbarkeit des Internets habe denn auch den Unterricht im Klassenzimmer verändert – denn die SchülerInnen dürfen das Smartphone nahezu jederzeit nutzen. «Ein auf dem Pult liegendes iPhone ist mittlerweile ein ganz normales Bild, und in der Schultasche ist das Gerät so selbstverständlich wie ein Bleistift geworden.» Letzterer käme genau gleich zum einsatz, nämlich während rund 15 Prozent der Unterrichtszeit.

Kaum negative Erfahrungen
Schlechte Erfahrungen mit dem iPhone hat die Goldauer Klasse 6c kaum gemacht. «Einzig die Akkuleistung ist bei diesem Gerät katastrophal», meint der Klassenlehrer. Von unterschiedlicher Seite geäusserte Ängste wie Suchtgefahr, zu hohe Telefonrechnungen oder das Verbreiten von Gewaltvideos oder Pornographie hätten sich nicht bestätigt

Noch bis zu den Sommerferien dauert der Schulversuch in der Goldauer Schule. Ob die Kinder dann das iPhone behalten dürfen, ist noch unklar. Doch sowohl für Christian Neff als auch die SchülerInnen der Klasse 6c ist bereits heute klar: Der Versuch hat sich gelohnt.

Auf das nächste Schuljahr wird der Versuch mit persönlichen Computern für jedes Schulkind auf drei Primarklassen ausgedehnt. Das gab Beat Döbeli Honegger, Projektleiter beim Institut für Medien und Schule (IMS) an der Pädagogischen Hochschule (PH) Schwyz an einer Fachtagung am Freitag bekannt: “Noch ist aber nicht klar, mit welchen Geräten wir die Goldauer Primarschüler ausstatten werden.” In Frage kämen Smartphones, Tablets oder auch iPads und Netbooks. Zudem könne er sich auch vorstellen, drei Klassen mit je einem anderen Gerät auszurüsten. Mit der Ausweitung des Projektes wolle man sich mit der Thematik auseinandersetzen und einzelne fachspezifische Aspekte, wie beispielsweise den Einsatz im Musikunterricht, genauer anschauen. “Es lohnt sich, dieses Projekt weiterzuentwickeln. Denn das ist die Zukunft der Schule.”

Quelle: Zentralschweiz am Sonntag

Mit mehr als 140 Zeichen twittern – oder doch lieber reduce to the max?

Freitag, den 11. Februar 2011

Johannes Moskaliuk

Mit Tweetdeck kann man jetzt auch länger als 140 Zeichen twittern, weshalb ich mich frage, ob ich das noch als Twittern bezeichnen möchte, insofern als die kurze Form von 140 Zeichen einen zur Prägnanz und Formulierung kurzer Sätze zwingt wohin gegen die Verfügbarkeit des ernormen Platzes durch die Einbindung von Deck.ly eine Veränderung des Schreibstils und die Verwendung eines zur Langeweile führenden Nominalstils zur Folge hat, dessen Gegenteil -also die bereits angesprochene Prägnanz- deshalb als fehlend zu beschreiben ist und in Folge dessen die durch die Verwendung von Twitter für die Kommunikation eingetretene Verknappung des Denk- und Schreibstile und der daraus resultierenden Kurzlebigkeit wissenschaftlichen Handelns, Denken und Erlebens, die als durchaus erfrischend erlebt wird, durch bereits genannte Argumente in Abrede gestellt ist. (739 + 140 Zeichen!!!)

SINNRAUM – Daily Dueck Aktuell

Montag, den 7. Februar 2011
Immer noch zerstreuen 1.0 Soldaten die Massen mit Gewalt. Sie verhängen Ausgehverbot. Sie drohen mit Arbeitsplatzverlust. Sie verbrennen die Bücher. Aber sie haben gar keine Waffen in World 2.0, oder? Hey, das haben die Machthabenden vergessen! Es gibt kein Internetausgehverbot! Keine virtuellen Schüsse! Lasst uns die Zeit nutzen. Für eine Aufklärung 2.0, ja, genau.